Kräuterkunde: Echter Steinklee - Melilotus officinalis
Published on HivePostify by @charlissy · Thu Aug 13 2026
Systematik - Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales) - Familie: Hülsenfrüchtler/Schmetterlingsblütengewächse (Fabaceae) (Samen dieser Familie meist in charakteristischen, länglichen Hülsen. Andere Gattungen: Klee, Erbse oder Bohne. Pflanzen dieser Familie haben die Eigenschaft, Stickstoff mithilfe von Knöllchenbakterien im Boden anzureichern - der Steinklee ebenso) - Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae) - Gattung: Steinklee (Melilotus) - Art: 20 - 25 - Gewöhnlicher Steinklee - Berg-Steinklee - Weiße Steinklee (Melilotus albus) (Cumarin-Gehalt ist geringer als in Echten Steinklee, dafür höherer Gehalt an Flavonoiden und Antioxidantien; im allgemeinen eher sanftere Heilwirkung als der Echte Steinklee) - Hoher Steinklee (Melilotus altissima/altissimus) - Kleinblütiger Steinklee (Melilotus indicus) - Bokharaklee oder Weißer Honigklee
Volkstümliche Namen - Ackerhonigklee - Bärenklee - Gelber Steinklee - Gewöhlicher Steinklee - Gebräuchlicher Steinklee - Goldklee - Honigklee - Kleiner gelber Steinklee - Königskrone - Malottenkraut - Melotenkraut - Mottenkraut - Melilotenklee - Schabenkraut - Schotenklee - Siebenzeit - Traubenklee - Wetterklee
Englisch: - sweet yellow clover - yellow melilot - ribbed melilot - common melilot - King's clover - Field Melilot
wissenschaftliche Begrifflichkeiten: - Melilotus officinalis (L.) Pall. - Melilotus arvensis - Trifolium melilotus officinalis
Namensherkunft Den deutschen Namen "Steinklee" erhielt die Gattung daher, dass die Pflanzen vorzugsweise auf steinigen Boden gedeihen. Den Volksnamen "Honigklee" hat er den süßlichen Geruch zu verdanken, der bei der Trocknung wegen der entstehenden Cumarine bzw den in dem Gewächs enthaltenen Nektar zurückzuführen ist.
"Melilotus" ist ein gr. Wort für Honig. gr. "Meli" = Honig
gr. lotos = vergleichbar mit Klee (Pflanze, die nach Honig duftet und dem Klee ähnlich sieht)
Und den Artennamen "officinalis" erhielt er, da die Pflanze zu medizinischen Zwecken Anwendung findet. Sie ist in der Apotheke als wirksame Droge erhältlich und ist eine anerkannte Heilpflanze.
lat. "Mel" = duften
([Bilderquelle](pexels.com))
Mythologie/Geschichte Seit Tausenden von Jahren ist uns als Heilpflanze bekannt, doch wird er angeblich erst seit Jahrhunderten in der Volksmedizin gebraucht. Es wurde v.a. in Form von Salben und Pflastern eingesetzt als Kur für Blutergüsse und Gelenkbeschwerden. Die beruhigenden, schmerzstillenden, harn- und schweißtreibenden Wirkungen waren den Leuten durchaus bekannt, ebenso war es ein Mittel zur gesunden Wundheilung. Erstmals wurden die Heilwirkungen des Steinklees in der Römerzeit und der Antike dokumentiert, dass es zur Wundheilung und gegen Entzündungen Verwendung findet. Im Altertum wurde ein Destillat aus Steinklee hergestellt um Nieren- und Gallenkoliken zu behandeln. Und auch der Mittelalter vergaß dieses Pflänzlein nicht, denn es war Bestandteil der Klostergärten. Auch die Mönche und Nonnen nutzten ihn bei Schwellungen als Pflaster und für müde Gliedmaße als Umschlag. Genauso im alten Griechenland wurden diese Pflaster bei hartnäckigen Geschwüren und Knoten, Hautveränderungen verwendet um diese zu erweichen. Darüber berichten sogar Hippokrates und seine Schüler.
Der griechische Arzt Hippokrates (460-370 v. Chr) hat bereits den Echten Steinklee beschrieben. Seine Anwendungsgebiete in damaliger Zeit waren: Förderung der Eiterbildung, Erweichen der Geschwüre, Erkrankungen des Magens, der Gebärmutter und Leber (innerlich eingenommen), Rheumatische Beschwerden (äußerlich), Gelenkerkrankungen sowie Blutergüsse (äußerlich) (Volksmedizin).
Dioskurides und Plinius gebrauchten ihn vorrangig wegen der zusammenziehenden Wirkung bei Geschwülsten besonders der Augen, des Afters und der Geschlechtsorgane.
Hildegard von Bingen schrieb die Empfehlung aus bei Ohrenschmerzen die Steinkleeblüten warm in die Ohren zu träufeln. Die Blüten mit Essig und Rosenöl gemischt ist es ein Mittel gegen Kopfweh.
Die Bauern fanden in ihm ein Mittel zur Mottenabwehr oder zur Aromatisierung von Schnupftabak, da die Pflanze bei der Trocknung einen sehr intensiven, waldmeisterähnlichen Geruch ausströmt. Eben deswegen wurde er gerne auch in Kleiderschränke gehängt um Motten zu verjagen. Das ist der Ursprung seine volkstümlichen Namens "Mottenklee".
Echter Steinklee ist solange bekannt, dass bereits die alten Ägypter dieses Kraut für Medizin und in der Küche verarbeiteten. Es fand Einsatz bei Wurmerkrankungen, Kopfschmerzen, Rheuma und Koliken.
Der Steinklee gilt bei den Kelten als heilige Zauberpflanze und die Druiden konnten auf das Kraut in ihrem Zauberkessel nicht verzichten. Es war im Mittelalter als ein beachtlich hexenvertreibende und dämonenabwehrende Pflanze bekannt. Er ist der Freya geweiht. Während und nach der Christianisierung zählt der Steinklee zu den Marienpflanzen Maria, der neuen Eva, und den "Bettstrohkräutern", in denen Mütter ihre Babys zur Welt brachten.
Die Germanen sahen in dem Steinklee die Göttin Ostara. Sie ist die Göttin der aufsteigenden, siegenden Sonne.
In der griechischen Antike wird der Steinklee den schönen neun Musen geweiht. Die Musen waren zuständig dafür den Menschen dabei zu helfen Leiden und Sorgen zu vergessen. In Erinnerung an diesen Glauben zierten sich Frauen bei Festen mit Kränzen aus Gelbem Steinklee, auch Goldklee und Honigklee genannt.
Den Steinklee in die Schuhe gelegt soll den Reisenden schützen. Man kann auch den Klee in die Kleider einnähen (meist in den Saum), was den Träger eine sympathische Ausstrahlung verleiht.
Als einer der ersten Aufzeichnungen gelten die Schriften des deutschen Naturforschers Peter Simon Pallas (1741-1811).
Im Jahr 1920 wurde in den USA eine große Reihe von Weideviehsterben dokumentiert. Die Tiere litten an inneren Blutungen, was der Grund für ihren Tod später war. 10 Jahre später wurde der Auslöser identifiziert: das pilzbefallene Grünfutter mit Steinklee. Die Namensgebung "Süßkleekrankheit" hat die Pflanze daher zu verdanken. Dicumarol, das Abbauprodukt von Cumarin, war die Grundlage bzw Vorlage zum Rattengift, was später das gerinnungshemmende Medikament "Warfarin" wurde. Dieses Abbauprodukt entstand, wenn der Steinklee schlecht getrocknet wurde und dann sich Schimmel bildet.
Doch die blutverdünnende Wirkung soll erst zufällig von einem nordamerikanischen Farmer entdeckt worden sein, da aufgrund des Steinklee seltsamerweise viele Schafe unter starken Blutungen litten und daran drauf gingen.
Inhaltsstoffe - Ätherische Öle - Cumarine (auch als Cassia-Zimt bekannt) (bioaktive Form des Pflanzenstoffs Cumaringlycosid, Cumaringlycosid wirkt gefäßschützend, entzündungshemmend, lymphflussfördernd) (antioxidativ, gerinnungshemmend, entzündungshemmend) (höchster Gehalt von Cumarin in Blüten, danach in Blätter und Stängel) und Cumarinderivate (in Verbindung mit dem Sonnenlicht Hautverbrennungen bis zum 2° verursachen) - Melilotosid - Melilotin (Dihydrocumarin) - Melilotsäure - Scopoletin - Umbelliferon - Dicumarol (bei Pilzbefall) - Furanocumarine - Flavonoide (entzündungshemmend, schützt Kapillargefäße, gefäßabdichtend, durchblutungsfördernd) - Robinin - Clovin - Quercetin - Kämpferol(derivate wie Robinin) - Gerbstoffe - Glykoside - Harz - Isoflavonoid Medicarpin (antimykotisch) - Kalzium - Oleanan - Phenolsäure - Polysaccharide - Saponine (sekretolytisch, antiexsudativ, venentonisierend) - Sojasapogenin I - Astragalosid VIII - Vistariasaponin D - Melilotus-Saponin - Melilotigenin - Soyasaogenols - Schleimstoffe - Tannine - Triterpensaponine - Vitamin C
Der Hauptwirkstoff Cumarin ist erst in gebundener Form (z.B. Cumaringlykosid) vorzufinden. Es wandelt sich erst in das bioaktive freie Cumarin um durch Trocknung oder enzymatische Prozesse. Danach kann es leicht vom Körper aufgenommen werden, doch nur ein kleiner Teil, also ca. 2-6%, können im Blutkreislauf unverändert zirkulieren. Denn das Meiste wird in der Leber zu 7-Hydroxycoumarin transformiert. Dieser Stoff hat keine schadenden Wirkungen auf die Leber. Jedoch wird ein sehr geringer Teil in o-Hydroxyphenylacetaldehyd umgewandelt. Dies ist eine Verbindung, die potentiell schädlich für die Leber sein kann.
Wirkungen - adstringierend (schwach) (Tee) - antioxidativ - abschwellend - antibakteriell - antiviral - antiödematös - beruhigend - blutgefäßstabilisierend - blutverdünnend - blutgerinnungshemmend - durchblutungsfördernd - entzündungshemmend - entwässernd - erweichend - entspannend - entgiftend - gerinnungshemmend - gefäßunterstützend - harntreibend - hautberuhigend - hautregenerierend - immunmodulierend - krampflösend - lymphflussfördernd - stressreduzierend - spasmolytisch - schleimlösend - verdauungsfördernd - venentonisierend - venenabdichtend - wundheilungsfördernd - wassertreibend
Anwendungsgebiete - Alpdrücken - Augenbindehautentzündung - Augenlidentzündung - Augenentzündung - Akne - Atemwegsprobleme - Bronchitis - Besenreiser - Blutverdünnung - Blutergüsse, oberflächlich, äußerlich - Blaue Flecken - Blasenleiden - Chronischer Stress - Durchblutungsstörungen - depressive Verstimmungen - Ekzeme - Erkrankungen des zentralen Nervensystems (oberirdischen Teile ohne verholzten Stängel) - Eiternde Wunden (Umschläge, bzw Pflaster) - Entzündung (Traditionelle europäische Pflanzenheilkunde) - Entstauung - Fieber - Förderung der Eiterbildung - Geschwüre - Hilfe bei Gewichtsreduzierung - Hämorrhoiden - Hautentzündungen - Hautrötung - Hypertonie - Innere Anspannung - Innere Unruhe - Juckreiz - Kopfschmerzen (Öl) - Knoten - Kolik - Krampfadern (Öl) - Kreislaufbeschwerden - Lipödem (chronische, schmerzhafte Fettverteilungsstörung, meist nur Frauen betroffen; Fettansammlung an Beinen, Hüften und Armen) - Lymphstauungen - Lymphödem - Lebererkrankungen - Lungenleiden - Mittelohrenentzündung - Milchknoten - Migräne (Öl) - Menstruationsbeschwerden (Schmerzen, Blutungen) - Menopause (Hitzewallungen, Schweißausbrüche) - Nervosität - Neuralgie - Nachbehandlung von Thrombosen - Nasenbluten - Nierenleiden - Ohrenschmerzen (traditionelle Anwendung) - Ohrensausen - Prellungen - Postthrombotisches Syndrom - Reduzierung der Kapillarbrüchigkeit - Stauchungen (äußerlich Auflage) - Sonnenstich (oberirdische Teile ohne verholzten Stängel) - Schwellungen - Schlaflosigkeit, -störungen (leicht) - schwere Beine - Thrombophlebitis - verhärtete Milchdrüsen - Verstauchungen - Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich - Venenentzündung, Venenschwäche, venöse Durchblutungsstörungen (Verhinderung von Flüssigkeitsaustritte im Gewebe; Förderung des Abbau von Eiweißmolekülen, welche im Gewebe eingelagert sind, Wassereinlagerungen bilden sich zurück durch Abbau von eingelagerten Proteine, welche Wasser binden) - Wadenkrämpfe (Öl) - Wassereinlagerungen - Wunden (chronisch) (Traditionelle europäische Pflanzenheilkunde)
Einerseits wird geschrieben, dass das Echte Steinklee bei Lipödemen helfen kann, doch dann wird wiederum genau das Gegenteil gesagt und extra darauf hingewiesen. Bei dieser Krankheit ist das Unterhautfettgewebe vermehrt, meist an Armen oder Beinen. Dabei verhärtet Steinklee und seine entwässernden Wirkstoffe das Gewebe und verdicken die Lymphflüssigkeit. Daraus folgert sich seine Verschlimmerung der Krankheit..
Anwendungsbeispiele äußerlich oder innerlich - Aromatisierung von Schnupftabak - Aromatisierung von Getränken (Limonaden, Liköre) - Aroma-Zucker aus Steinklee (angewelkte Blüten mit Zucker mischen für Gebäck oder Obstsalate) - Brot - Cremes - Duftkissen-Füllung - Gewürz (zimtähnlich, getrocknete Blüten vermahlen) - Hautpflege bei trockener, gereizter und empfindlicher Haut - Homoöpathie (Venenleiden, Hämorrhoiden) - Kompressionstherapie für Lipödem - Käse - Kräuterkissen gestopft mit Blüten (schlaffördernd, vertreibt Melancholie - kann bei empfindlichen Menschen Kopfschmerzen auslösen) - Lymphdrainage - Mottenabwehr - Marmelade - Pulver - Pudding: Pflanze in Milch aufkochen und dann diese Milch für Pudding nutzen. - Parfüm (Extrakt aus den Blüten) - Pesto (junge Triebspitzen kombiniert mit Walnüssen und mildes Olivenöl) - Rattengift - Schlaftee aus Steinklee, Mädesüß, Lavendel, Zitronenmelisse, Weißdorn - Salben - Süßspeisen (Blüten) - Tabakbeimischung - Tee - Tinktur - Umschläge - Weidepflanze, Heu und Silage - Wildkräutersalate - Weinzugabe
Am besten kombinierbar um die Heilwirkung zu verstärken mit: - Ginkgo biloba - Rosskastanie-Extrakt - Gotu Kola - Mangan - Rotes Weinlaub - Pinienrinden-Extrakt - Knoblauch - Ingwer - Kurkuma - Löwenzahn (Gewichtsreduktion, entwässernd) - Brennnessel (Gewichtsreduktion, entwässernd) - Mäusedorn - Heidelbeere - [Echter Buchweizen](https://peakd.com/hive-121566/@charlissy/krauterkunde-echter-buchweizen-fagopyrum-esculentum-moench) - [Mädesüß](https://peakd.com/hive-121566/@charlissy/krauterkunde-echtes-madesuss-filipendula-ulmaria)
verwendete Pflanzenteile - Kraut - Blüten
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Merkmale - Wuchseigenschaften: Bodenverbesserer, Pionierpflanze, zwei- bis mehrjährig, frostresistent bis - 30 Grad, Dunkelkeimer, Warmkeimer - Keimdauer: 2-3 Wochen - Keimtiefe: 1 - 3 cm - Wuchshöhe: 50 cm - 1 m, bis zu 1,5 m - Wuchsbreite: 30 - 40 cm - Wurzel: dicke Pfahlwurzel, die tief in den Boden reicht, bis zu 2,5 m tief; Wurzelknöllchen sammeln Stickstoff, sodass sich der Boden verbessert - Boden: trocken, sonnig, kalkhaltig, nährstoffarm, basisch, stickstoffarm, mager - Stängel: aufrecht, reich verzweigt, buschig - Blätter: dreizählig. am Rand gezähnt; Einzelblätter länglich-eiförmig; Nyktinastie (Fiederblätter haben Blattgelenke und legen sich nachts zusammen), länglich-oval, mittlere Blättchen ist an längeren Stiel als die 2 seitlichen, Oberfläche mit zarter Struktur, mit feinen Nerven durchzogen, wechselständig angeordnet - Blüte: hellgelb, zahlreich, in langen Trauben (bis zu 10 cm) angeordnete Blüten mit 30 - 70 Einzelblüten; auch Schmetterlingsblüten genannt, bis zu 7 mm lang - Früchte: einsamige Hülsen, viele kleine Schötchen mit jeweils nur 1 Samen, querrunzelig, kahl, Samen 3 -5 mm, 1 - 2 samig, reif sind sie braun - Vermehrung: Aussaat, Selbstaussaat - Geschmack: intensiver bei leicht angewelkten Exemplaren, süßlich-würzig und erinnert stark an Waldmeister oder Vanille, bitter-salzig, leicht Vanille-Aroma in den Blüten - Duft: angenehm; trockenes Kraut Heu-Geruch, Waldmeister-Duft; Geruch entsteht durch Trocknung wegen Cumarine und Alkohol - Formel: C9H6O2
Vorkommen - Küstenebenen bis ins Hügelland - Europa - Mittelmeergebiet - Asien - Nordamerika - Nordafrika
Standort bis in Höhenlagen von 2000 m - Äcker - Brachfläche - Dämme - Felder - Ödland - Straßenränder - Schutthalden - Steinbrüche - Unkrautflure - Wiesen - Wegränder
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Sammelhinweise - Aussaatzeit: Frühjahr, Spätsommer - Blütezeit: Mai - September - Fruchtreife: August und September - Sammelzeit: zur Blütezeit, Juni - August - Trocknung: SEHR SORGFÄLTIG ! - Insekten: Bienenweide, Bestäuber sind Bienen, Wildbienen & Schwebfliegen. 19 Wildbienenarten auf Pollen spezialisiert, 10 Raupen auf Blätter, 28 Wildbienen insgesamt auf Nektar/ Pollen & 1 Käferart - Landwirtschaftlicher Nutzen: zur Gewinnung von Heu und Silage, zur Gündüngung, als Weideland - Erwerb: in der Saatgutmischung "Blühende Landschaft" enthalten - Schädlinge: weißbemehlte Blätter = Pilzbefall - Nebenwirkungen: Wenn Sie schwanger sind oder stillen, sollten sie sich vor der Einnahme von Steinklee einen Rat bei ihrem Arzt einholen. Bei Schwangeren können uterine Kontraktionen auftreten. Nebenwirkungen können auftreten, wie allergische Reaktionen, Magenprobleme, Übelkeit und Durchfall, oder auch Wechselwirkungen mit blutverdünnenden und gerinnungshemmenden Medikamenten. In seltenen Fällen können Leberschädigungen auftreten. Auch kann die Überdosierung kurzzeitig Kopfschmerzen und Schwindel verursachen. In großen Mengen kann Steinklee gesundheitsgefährdend sein.
Das Risiko innerer Blutungen steigt aufgrund der im Kraut enthaltenen Cumarine. Bei zu großem Verzehr kann eine Störung der Blutgerinnung folgen.
Niemals kranke Pflanzen sammeln und konsumieren, da ist eine Gerinnungsstörung von hoher Wahrscheinlichkeit aufzutreten!
Die Verfütterung des Steinklees an Weidetieren (u.a. Kaninchen, Rinder, Schafe, Schweine, Pferde) ist stark giftig. Ihnen droht die Kleekrankheit. Symptome wie innerliche Blutungen können auftreten bis hin zum Tode, v.a. nachdem sich die Tiere gestoßen haben oder gestürzt sind. Wenn der Steinklee Schimmelpilz-befallen ist, können auch Hämatome entstehen. Hämathorax und leichter Ikterus sind wahrscheinlich. Als Therapiemittel bzw Gegenmittel kann Vitamin K1 gegeben werden. Eine Vollblutgabe könnte auch in Erwägung gezogen werden.
Verwechslungsgefahr - andere Steinklee-Arten - Luzerne
Quellen: [1](https://heilkraeuterwelt.com/steinklee-wirkung/) [2](https://purazell.de/blog/steinklee-wirkung/) [3](https://houlihealth.de/2024/07/05/gelber-steinklee-ein-natuerliches-heilmittel-im-detail/) [4](https://flexikon.doccheck.com/de/EchterSteinklee) [5](https://www.gesundheitswissen.de/heilpflanzen/heilpflanzen-schmerzen/steinklee-wohltuende-heilpflanze-nicht-nur-bei-venenleiden/) [6](https://www.pflanzenfreunde.com/heilpflanzen/steinklee.htm) [7](https://krank.de/behandlung/heilpflanzen/steinklee/) [8](https://www.kostbarenatur.net/anwendungen-und-inhaltsstoffe/steinklee/) [9](https://heilkundemagazin.ch/steinklee-kleines-heilkraut-mit-grossem-potential/) [10](https://www.wildkraeuterkuchl.de/steinklee-steckbrief/) [11](https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php/EchterSteinklee(Melilotusofficinalis)) [12](https://sweetherbs.freelenzer.at/pflanzen/pfsteinkleeechter.html) [13](https://www.pflanzen-lexikon.com/Box/Melilotusofficinalis.html) [14](https://www.wildfind.com/pflanzen/echter-steinklee?page=1) [15](https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=30428.0) [16](https://www.naturadb.de/pflanzen/melilotus-officinalis/) [17](https://www.die-honigmacher.de/kurs2/pflanze226.html) [18](https://www.outdoor-magazin.com/wandertipps/echter-steinklee-alle-infos/) [19](https://praxis-heilkraut.de/echter-steinklee-die-heilpflanze-im-august/)
Hinweis!
Bei Verbesserungsvorschlägen, Fehlern und Inspirationen bitte ich um Korrektur. Der Beitrag ist nicht vollständig und es ist noch lange nicht alles über diese Pflanze gesagt. Dieser Beitrag dient nicht als Heilversprechen, sondern als Zusammenstellung, was ich über die Pflanze im Internet finden konnte. Wenn du die Pflanze einnimmst, bedeutet es nicht, dass du automatisch von all deinen Krankheiten befreit bist, doch du kannst sie als Begleitmittel nutzen und um dich wieder mit der Natur zu verbinden.
Da ich für Eigenverantwortung bin, wünsche ich mir, dass ihr euch selbst informiert, wenn ihr eine Pflanze einnehmen wollt, und nicht nur auf diesen Beitrag vertraut, sondern euren eigenen Weg findet mit der Natur zusammenzuarbeiten.
Dann wünsch ich euch viel Spaß bei eurer Reise mit der Natur :)
charlissy
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