Leapmotor T03 – Liebe auf den ersten Kilometer
Published on HivePostify by @hornet-on-tour · Tue Jul 28 2026
Leapmotor T03 Probefahrt: Wird er der Nachfolger unseres alten Smart?
Vor einiger Zeit hatten wir bereits über unsere Probefahrt mit dem neuen elektrischen Renault Twingo geschrieben. Auf dem Papier sah der kleine Stromer durchaus interessant aus. Während der Fahrt sprang der Funke bei meiner Frau jedoch nicht über.
Nun stand die nächste Probefahrt an. Dieses Mal ging es um den Leapmotor T03.
Das Ergebnis war vollkommen anders.
Meine Frau setzte sich hinein, fuhr los und war innerhalb kurzer Zeit hellauf begeistert.
Auf der Suche nach einem Nachfolger
Meine Frau fährt zurzeit noch einen Smart der ersten Generation aus dem Jahr 2002. Der kleine Smart begleitet uns schon sehr lange und ist gerade in der Stadt nach wie vor ausgesprochen praktisch.
Er ist extrem kurz, übersichtlich und passt in Parklücken, bei denen Fahrer größerer Fahrzeuge vermutlich gar nicht erst über einen Parkversuch nachdenken würden.
Nach mehr als zwanzig Jahren darf der mögliche Nachfolger jedoch etwas moderner, komfortabler und sicherer sein. Trotzdem soll er weiterhin kompakt bleiben, denn das Auto wird hauptsächlich für Einkäufe, kurze Strecken und den täglichen Stadtverkehr benötigt.
Der Leapmotor T03 passt auf den ersten Blick sehr gut zu diesem Fahrprofil.
Einsteigen und direkt wohlfühlen
Bereits auf den ersten Metern fiel auf, wie angenehm sich der T03 fahren lässt.
Der Elektroantrieb beschleunigt gleichmäßig und ohne Unterbrechungen. Die Lenkung ist angenehm leichtgängig und das Fahrzeug lässt sich mühelos durch den Stadtverkehr bewegen.
Auch die etwas höhere Sitzposition gefiel meiner Frau sehr gut. Sie sorgt für eine gute Übersicht und erinnert in dieser Hinsicht ein wenig an ihren alten Smart.
Natürlich ist der Leapmotor deutlich länger als der kleine Zweisitzer. Trotzdem wirkte er bei der Probefahrt weder sperrig noch unhandlich.
Er fühlt sich weiterhin wie ein echtes Stadtauto an, bietet aber gleichzeitig vier Türen, eine Rückbank und deutlich mehr Platz für den Alltag.
Ein Geräusch für mehr Sicherheit
Bei niedriger Geschwindigkeit war ein deutlich hörbares Geräusch wahrzunehmen. Zunächst könnte man denken, dass es direkt vom Elektromotor stammt.
Tatsächlich dürfte es sich um das akustische Warnsystem für Fußgänger handeln, das sogenannte AVAS.
Elektroautos sind bei langsamer Fahrt beinahe lautlos. Das künstlich erzeugte Geräusch hilft Fußgängern, Radfahrern und besonders sehbehinderten Menschen dabei, das herannahende Fahrzeug rechtzeitig wahrzunehmen.
Nach unserem Eindruck war der Ton bis ungefähr 20 oder 30 Kilometer pro Stunde zu hören. Mit zunehmender Geschwindigkeit trat er immer weiter in den Hintergrund.
Wir empfanden das Geräusch nicht als störend. Nach kurzer Zeit achteten wir kaum noch darauf.
Nur eine Ausstattung und fast alles ist dabei
Einer der größten Vorteile des Leapmotor T03 ist seine umfangreiche Serienausstattung.
Bei vielen anderen Fahrzeugen gilt der beworbene Preis nur für eine einfache Basisversion. Sobald eine bessere Klimaanlage, eine Rückfahrkamera, Assistenzsysteme oder andere Komfortmerkmale hinzukommen, steigt der endgültige Kaufpreis schnell deutlich an.
Beim T03 ist das wesentlich einfacher.
Es gibt im Grunde nur eine umfangreiche Ausstattung. Klimaautomatik, Rückfahrkamera, Parksensoren, adaptiver Tempomat, digitales Fahrerdisplay, großer Touchscreen, Navigation, elektrische Parkbremse, Leichtmetallfelgen und das Panorama Glasdach sind bereits vorhanden.
Wie man bei uns so schön sagt, besitzt der T03 praktisch volle Hütte.
Man muss sich nicht erst durch verschiedene Ausstattungslinien und lange Aufpreislisten arbeiten.
Gerade im Vergleich zum Twingo fällt das deutlich auf. Der Twingo konnte meine Frau während der Probefahrt nicht überzeugen. Der Leapmotor fühlte sich für sie nicht nur angenehmer an, sondern bot auch das vollständigere Gesamtpaket.
Mehr Platz als im alten Smart
Bei der Parkplatzsuche ist der alte Smart wahrscheinlich kaum zu schlagen.
Der T03 bietet dafür deutlich mehr Alltagstauglichkeit. Er besitzt vier vollwertige Türen, eine nutzbare Rückbank und einen Kofferraum, der für Einkäufe und die üblichen Dinge des Alltags ausreicht.
Der Kofferraum ist natürlich kein Raumwunder. Für den vorgesehenen Einsatzzweck erscheint er aber vollkommen ausreichend. Wird mehr Platz benötigt, kann die Rückbank umgelegt werden.
Auch das große Panorama Glasdach trägt zum positiven Eindruck bei. Es lässt viel Licht in den Innenraum und sorgt dafür, dass sich der kleine Wagen deutlich geräumiger anfühlt, als man es von außen erwarten würde.
Der Preis ist das stärkste Argument
Der Leapmotor T03 wird für rund 18.900 Euro angeboten.
Angesichts der umfangreichen Ausstattung ist bereits dieser Preis bemerkenswert.
Noch interessanter wird die Rechnung, wenn man eine mögliche staatliche Förderung berücksichtigt.
Sollten wir die Voraussetzungen für den maximalen Förderbetrag von 6.000 Euro erfüllen, würde die Rechnung folgendermaßen aussehen:
18.900 Euro Kaufpreis
abzüglich 6.000 Euro Förderung
ergibt 12.900 Euro
Damit würde man für knapp 13.000 Euro einen neuen elektrischen Kleinwagen mit vier Türen, Klimaautomatik, Rückfahrkamera, adaptivem Tempomat, Panorama Glasdach und zahlreichen Assistenzsystemen erhalten.
In dieser Preisklasse muss man erst einmal ein vergleichbares Neufahrzeug finden.
Natürlich hängt die tatsächliche Förderung von den geltenden Bedingungen und den persönlichen Voraussetzungen ab. Bevor eine endgültige Kaufentscheidung getroffen wird, müssen wir deshalb genau prüfen, welcher Förderbetrag in unserem Fall tatsächlich möglich ist.
Sollte jedoch die maximale Förderung greifen, wäre das Preis Leistungs Verhältnis nur schwer zu schlagen.
Das Fahrgefühl entscheidet
Technische Daten, Ausstattungslisten und Preisvergleiche sind wichtig. Am Ende muss sich ein Auto aber auch richtig anfühlen.
Meine Frau ist sowohl den neuen Twingo als auch den Leapmotor T03 gefahren.
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