Vier Brüder. Ein Team. Raphael macht die Turtles komplett.

Published on HivePostify by @hornet-on-tour · Fri Jul 24 2026

Endlich komplett: Raphael war der letzte Turtle

Manche Projekte dauern einfach länger als geplant. Nicht unbedingt, weil ständig etwas schiefgeht, sondern weil immer wieder neue Details auftauchen, denen man gerecht werden möchte. Bei Raphael war genau das der Fall.

Jetzt ist er endlich fertig – und damit ist auch mein Turtle-Team komplett.

Als ich mit der Figur begonnen habe, lag noch eine Menge Arbeit vor mir. Raphael war größtenteils grundiert, während die Base bereits ihre ersten dunklen Farbschichten erhalten hatte. Man konnte die spätere Szene zwar schon erkennen, aber von der Wirkung des fertigen Dioramas war zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel zu sehen.

Ein Dach, das nicht sauber aussehen durfte

Die Base sollte wie ein altes, schmutziges und stark beanspruchtes Dach wirken. Genau deshalb wollte ich keine gleichmäßigen oder frisch aussehenden Flächen.

Die Bodenplatten bekamen unterschiedliche dunkle Braun-, Grau- und Schwarztöne. Anschließend wurden die Kanten vorsichtig aufgehellt, damit die einzelnen Platten, Risse und Beschädigungen besser sichtbar werden. Kleine grünliche und rostige Verfärbungen sorgen zusätzlich dafür, dass der Untergrund feucht, alt und verwittert wirkt.

Besonders viel Arbeit steckte in den Rohren. Eine einfache Metallfarbe hätte hier nicht ausgereicht. Deshalb entstanden die Oberflächen aus mehreren Schichten: dunkle Grundfarbe, verschiedene Brauntöne, Rost, Kupfer und zum Schluss einige hellere Stellen an den Kanten.

Auch das Lüftungsgitter sollte sich nicht zu stark vom restlichen Dach abheben. Es bekam deshalb ebenfalls eine dunkle und verschmutzte Oberfläche. Mit den helleren Kanten sind die einzelnen Lamellen trotzdem gut zu erkennen.

Die Base ist insgesamt sehr dunkel geworden. Das war aber beabsichtigt, denn Raphael sollte später klar im Mittelpunkt stehen.

Die Haut bestimmte die ganze Wirkung

Bei Raphael war die Haut der wichtigste Teil der Bemalung. Eine einzige grüne Farbe hätte die kräftige Pose und die ausgeprägten Muskeln kaum zur Geltung gebracht.

Ich begann deshalb mit sehr dunklen Grün- und Türkistönen. Danach wurden die erhöhten Stellen Schritt für Schritt heller. Besonders an Gesicht, Schultern, Armen, Händen und Füßen kamen kräftigere Grüntöne hinzu.

Während der Bemalung wirkte Raphael stellenweise beinahe zu dunkel. Erst durch die helleren Akzente entstand nach und nach die gewünschte Tiefe. Die Schatten blieben dunkel, während die hervorgehobenen Bereiche deutlich kräftiger wurden.

Dadurch sieht die Haut nicht gleichmäßig oder sauber aus. Sie wirkt rau, angespannt und lebendig – genau passend zu Raphael.

Leder, Panzer und Bandagen

Nach der Haut folgten die vielen braunen Flächen. Der Brustpanzer, der Gürtel, die Knie- und Ellenbogenschoner sowie der Rückenpanzer sollten sich voneinander unterscheiden, obwohl sie alle in einer ähnlichen Farbwelt liegen.

Dafür verwendete ich verschiedene Braun- und Ockertöne. Vertiefungen wurden abgedunkelt und Kanten vorsichtig aufgehellt. Kleine schwarze Linien, Kratzer und Verfärbungen verstärken den gebrauchten Eindruck.

Die Bandagen waren ebenfalls aufwendiger, als es auf den ersten Blick aussieht. Reines Weiß wäre viel zu sauber gewesen. Deshalb bekamen sie beige, graue und leicht bräunliche Farbtöne. Dunkle Washes betonen die vielen Falten und Wicklungen.

Gerade diese schmutzigen Bandagen verbinden die Figur optisch sehr gut mit der verwitterten Base.

Erst die rote Maske machte ihn vollständig

Lange Zeit fehlte noch das wichtigste Erkennungsmerkmal: Raphaels rote Maske.

Sobald das Rot aufgetragen war, veränderte sich die Wirkung der gesamten Figur. Zwischen den grünen Hauttönen, dem braunen Panzer und der dunklen Base setzt die Maske einen starken Kontrast.

Auch das Symbol auf dem Gürtel bekam seine rote Farbe. Dadurch wiederholt sich der Farbton an einer zweiten Stelle und wirkt nicht wie ein einzelner Fremdkörper.

Zum Schluss folgten die Zähne, Augen, Kratzer, Kanten und natürlich seine Sai. Die metallischen Waffen passen perfekt zur dynamischen Haltung und lenken den Blick durch die gesamte Szene.

Der letzte Turtle ist geschafft

Natürlich könnte man auch an dieser Figur immer noch irgendwo eine Kleinigkeit finden. Eine Kante könnte noch heller sein, ein Schatten noch dunkler oder ein Kratzer noch ergänzt werden.

Doch irgendwann kommt der Moment, an dem man den Pinsel zur Seite legen muss.

Raphael hat mich lange beschäftigt, aber genau deshalb freue ich mich jetzt umso mehr über das Ergebnis. Die kräftigen Grüntöne, die verschmutzten Bandagen, die abgenutzten Lederteile und die rostige Dachlandschaft ergeben zusammen genau die raue Szene, die ich mir vorgestellt hatte.

Und Raphael war nicht einfach nur das nächste fertige Modell.

Er war der letzte fehlende Turtle.

Damit ist das Team endlich komplett.

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Finally Complete: Raphael Was the Last Turtle

Some projects simply take longer than expected. Not necessarily because everything goes wrong, but because more and more details appear that deserve attention. Raphael was exactly that kind of project.

Now he is finally finished – and with him, my Turtle team is complete.

When I started painting the figure, there was still a lot of work ahead. Raphael was mostly covered in primer, while the base had already received its first dark layers. The scene was visible, but it was still far away from the finished diorama.

A Rooftop That Was Never Supposed to Look Clean

The base was meant to resemble an old, dirty and heavily worn rooftop. For that reason, I did not want smooth or freshly painted surfaces.

The floor panels received different dark brown, grey and black tones. Their edges were then carefully highlighted to make the cracks and damaged areas more visible. Small green and rusty stains helped to create the impression of an old, damp and weathered surface.

The pipes required several layers as well. A single metallic colour would not have been enough. I used dark base colours, brown tones, rust, copper and a few brighter metallic highlights along the edges.

The ventilation unit was painted in the same dark and dirty style. The complete base remained deliberately dark so that Raphael would later become the clear focal point.

The Skin Defined the Entire Figure

Raphael’s skin was the most important part of the painting process. A single green colour would never have shown the powerful pose and the sculpted muscles properly.

I started with very dark green and turquoise tones. The raised areas were then gradually highlighted. Stronger greens were added to the face, shoulders, arms, hands and feet.

During the process, Raphael sometimes appeared almost too dark. Only after adding the brighter highlights did the depth become visible. The shadows remained dark while the prominent areas became much more intense.

This prevented the skin from looking smooth or clean. Instead, it now appears rough, tense and alive – exactly the way Raphael should look.

Leather, Shell and Bandages

After the skin, I worked on the many brown surfaces. The chest plate, belt, knee pads, elbow pads and shell needed to remain connected while still looking different from one another.

Several brown and ochre tones were used for this. Recesses were darkened and the edges were carefully highlighted. Small scratches, dark lines and stains created a worn appearance.

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