Auf dem Weg zum Tsurugaoka Hachiman-gū👹🍣🎎 Mein Japan

Published on HivePostify by @maxinpower · Mon Sep 07 2026

Im Laufe meiner Zeit hier im Land der aufgehenden Sonne habe ich bereits so einige Orte bereist und besucht, und dabei dieses großartige Land von vielen verschiedenen Seiten aus entdecken können. Wenn ich auf meine bisherigen Reisen und Ausflüge zurückschaue und vergleiche, habe ich wahrscheinlich mehr von Japan gesehen, als die meisten meiner inländischen und ausländischen Bekannten. In den letzten Jahren waren es vor allem Orte in der unmittelbaren und mittelbaren Umgebung, aber davor hatte es mich auch einige Male in den Osten und Süden des Landes verschlagen. Und einige dieser interessanten Orte habe ich sogar mehrmals aufgesucht und gesehen, und bei jedem weiteren Besuch fühlte ich mich fast genau so wie beim ersten Mal. Die Aufregung und Vorfreude war wieder da und ich war jedes Mal in bester Abenteuerstimmung.

Genau diese Neugier und Entdeckungslust habe ich mir bis heute bewahrt, hat sie mich doch schon einige Male an Orte geführt, an denen ich ansonsten nie vorbeigekommen wäre. Und wo auch die meisten anderen Menschen eher nicht hinkommen. Aber ich habe natürlich auch festgestellt, dass es manchmal gar keine schlechte Idee ist, der Karawane zu folgen und zu den bekannten und beliebten Ausflugszielen zu pilgern. Denn meist gibt es eine guten Grund, warum alle dort hin wollen und warum es dort dann eben auch etwas voller ist.

Und so kam es, dass wir während unseres letzten Tokioaufenthaltes die Chance ergriffen haben, einen Tagesausflug nach Kamakura zu machen. Diese in der Präfektur Kanagawa gelegene Kleinstadt war vor rund 800 Jahren einmal das Zentrum Japans, als die damaligen Shogune von Kamakura aus ihr Inselreich regiert hatten. Im normalen Stadtbild erinnert nicht wirklich viel an diese vergangene Zeit, aber auch heute noch gbt es hier etliche Tempel und Schreine, welche zu beliebten Zielen der vielen Besucher geworden sind.

Der bekannteste Schrein ist Tsurugaoka Hachiman-gū, dessen Ursprünge fast 1000 Jahre zurückgehen. Minamoto no Yoritomo, der Gründer des Kamakura-Shogunates verlegte im Jahre 1191 den Schrein an den heutigen Ort, wo seit dem der Kami Hachiman verehrt wird, welche damals die Aufgabe erhielt die Regierung des Shoguns zu schützen. Nun ja, letztendlich haben sich die Minamoto-Shogune nicht gehalten, aber der Tsurugaoka Hachiman-gū hat bis heute überlebt und ist nun einer der großen Besuchermagneten Kamakuras.

Vom Bahnhof kommend gibt es vor allem zwei Wege zum Schrein. Entweder lässt man sich durch eine äußerst belebte Ladenzeile treiben, in der es links und rechts die verschiedensten Geschäfte zu entdecken gibt. Oder man läuft die Hauptstraße entlang, in deren Mitte es einen von Kirschbäumen gesäumten Weg gibt, welche während unseres Besuches gerade am Blühen waren.

Am Anfang dieses Weges steht ein großes rotes Torii, welches auf den ganz am Ende liegenden Schrein hinweist. Genau dahinter kann man bereits die ersten Kirschbäume sehen, welches sich den ganzen Weg lang erstrecken und auf die ich mich an dieser Stelle riesig freute.

Natürlich waren wir auch hier nicht die einzigen, die diesen Weg genommen haben. Aber letztendlich hatte sich unsere eher zufällige Wahl als wundervolle Entscheidung herausgestellt, von der ich immer noch schwärmen tue.

Bereits nach wenigen Schritten war man mitten drin und war gefangen von dieser so wundervollen und einzigartigen Stimmung, die um uns herrschte. Der strahlend blaue Himmel tat sein Übriges und ich hätte in gar keiner besseren Laune sein können.

Und so ging es auch den vielen anderen Menschen um uns herum, welche genau wie wir dieses Schauspiel genossen und immer wieder stehen blieben, um Fotos zu machen und um genauer hinzusehen.

Ich natürlich auch, wobei ich immer wieder versucht habe, die anderen Menschen um mich herum ein wenig auszublenden, was mir mal mehr und mal weniger gelungen ist.

An einigen Stellen fühlte man sich fast wie in einem Tunnel aus Kirschblüten, und ich hatte es gar nicht eilig an mein eigentliches Ziel zu kommen. Lieber blieb ich noch einmal stehen und schaute zurück, und machte einfach noch mehr Fotos.

Aber irgendwann waren wir dann doch am Ende dieses Kirschblütenweges angekommen und standen vor einem weiteren roten Torii, welches den Eingangsbereich zum eigentlichen Schreingelände markierte. Ganz im Hintergrund sieht man auf einem Hügel bereits das Hauptgebäude, wo wir anschließend dann hinwollten.

Vor uns lang noch eine gut befahrene Straße, an der wir nun warteten, bis die Ampel es uns erlaubte, hinüberzugehen. Aber immer wieder drehte ich mich um und warf noch einen Blick auf das Blütendach hinter mir, unter dem ich hierher gelaufen war. Und ich nahm mir vor, später genau diesen Weg auch wieder zurück zu laufen, und mich noch einmal unter den Kirschbäumen zu verlieren.

Aber nun war es erst einmal Zeit für den Tsurugaoka Hachiman-gū, welcher ja nun direkt vor uns lag. Vor einigen Jahren war ich bereits einmal hier gewesen, aber wie ich hier nun an der Ampel stand und warte, fühlte ich mich so wie beim ersten Mal. Neugierig und aufgeregt und voller Vorfreude auf das, was dort nun vor uns wartete.

Und wie es dort im Schrein selber aussieht, werde ich euch das nächste Mal genauer erzählen und auch zeigen. Also schaut unbedingt mal wieder hier rein, wenn ihr neue Bilder und Eindrücke aus dem Land der aufgehenden Sonne sehen wollt. Es gibt dort ja auch für mich noch eine ganze Menge zu entdecken.

またね matane

Tags: #japan#deutsch#thealliance#pimp#photography#travel#life

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